Besuchskonzept WFE gGmbH

Das aktuelle Besuchskonzept der WFE gGmbH auf Grundlage der

Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Corona-Bekämpfungsverordnung – Corona-BekämpfVO)

Vom 26. Juni 2020

 

Relevante Auszüge aus der Landesverordnung vom 26.Juni 2020 :

§2
Allgemeine Anforderungen an die Hygiene; Kontaktbeschränkungen

(1) Im privaten und öffentlichen Raum ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot). Dies gilt nicht,

  1. wenn die Einhaltung des Mindestabstands aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist;

  2. wenn die Übertragung von Viren durch ähnlich geeignete physische Barrieren verringert wird;

  3. bei Zusammenkünften zu einem gemeinsamen privaten Zweck mit bis zu 10 Personen,

  4. für Angehörige des eigenen Haushalts und bei Zusammenkünften zu einem gemeinsamen privaten Zweck mit den Angehörigen eines weiteren Haushalts.

    (2) Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken.

    (3) Die jeweils aktuellen Empfehlungen und Hinweise der zuständigen öffentlichen Stellen zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus sollen beachtet werden.

    (4) Ansammlungen im öffentlichen Raum und Zusammenkünfte zu privaten Zwecken mit mehr als 10 Personen sind unzulässig (Kontaktverbot), soweit in dieser Verordnung keine Ausnahmen vorgesehen sind. Dies gilt nicht für im selben Haushalt lebende Personen und Personen, die einem weiteren gemeinsamen Haushalt angehören.

    (5) Soweit nach dieser Verordnung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben ist, sind Mund und Nase so zu bedecken, dass eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird; eine Bedeckung mit Hand oder Arm oder die Verwendung einer Maske mit Ausatemventil reicht nicht aus. Satz 1 gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr und Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund- Nasen-Bedeckung tragen können und dies glaubhaft machen können.

    § 15
    Einrichtungen und Gruppenangebote der Pflege, der Eingliederungshilfe, der Gefährdetenhilfe sowie Frühförderstellen

    (1) Für voll- und teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen nach § 71 Absatz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung (SGB XI) sowie für Gruppenangebote zur Betreuung pflegebedürftiger Menschen nach dem SGB XI gelten folgende zusätzliche Anforderungen:

    1. der Betreiber hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, welches bei vollstationären Einrichtungen auch Regelungen für Besuche durch externe Personen vorsieht;

    2. externe Personen haben nach Maßgabe von § 2 Absatz 5 eine Mund-Nase- Bedeckung zu tragen;

    3. die Kontaktdaten von allen Personen, die das Gelände der Einrichtung betreten, sind nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 zu erheben.

    4. für Personen mit akuten Atemwegserkrankungen, ausgenommen Personen, die in der Einrichtung betreut werden, gilt ein Betretungsverbot.

    (2) Bewohnerinnen und Bewohner von vollstationären Einrichtungen, die akute respiratorische Symptome oder eine Störung des Geruchs- oder Geschmackssinns aufweisen, sind in einem Einzelzimmer mit Nasszelle unterzubringen

     

    (Einzelunterbringung). Die Aufnahme von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Symptomen nach Satz 1 in vollstationäre Einrichtungen ist nur zulässig, sofern aufgrund einer ärztlichen Diagnostik keine akute Infektion mit dem Coronavirus vorliegt.

    (3) Für Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung behinderter Menschen der Eingliederungshilfe nach § 42a Absatz 2 Nummer 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch – Sozialhilfe (SGB XII) und stationäre Einrichtungen der Gefährdetenhilfe nach § 67 SGB XII gelten die Anforderungen nach Absatz 1 und 2 entsprechend.

    (4) Die Betreiber von Werkstätten für behinderte Menschen nach § 219 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) und Tagesförderstätten sowie Tagesstätten für Leistungen nach § 81 SGB IX erstellen nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept. Absatz 1 Nummer 4 gilt entsprechend.

    (5) Für Frühförderstellen nach § 35a SGB VIII und § 46 SGB IX gelten die Anforderun- gen nach Absatz 1 entsprechend.

    (6) Das für Gesundheit zuständige Ministerium erlässt bereichsspezifisch Empfehlungen und Hinweise.

     

BESUCHSKONZEPT

Risikobewertung

Durch die Einhaltung der Hygienevorschriften des Landes Schleswig-Holstein haben wir das Risiko einer Einschleppung und Ausbreitung in unserer Einrichtung auf ein Mindestmaß reduziert. Einige unserer Bewohner sind durch diverse Gründe und Vorerkrankungen hoch gefährdet bei einer Infektion einen schweren Verlauf von Covid 19 zu erleiden.

Es herrscht bei einigen Bewohnern, wie auch besonders bei deren Angehörigen eine große Not durch die anhaltenden Kontaktverbote. Einige Bewohner haben ihre Angehörigen / Betreuer seit mehr als zwei Monaten nicht gesehen und leiden deutlich darunter. Auch die Einführung der digitalen Besuche über Tablets und Videochats hat dieses Problem nur in geringer Weise verbessert. So wollen wir im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften Besuche zum Wohle aller ermöglichen um die psychische Belastung des Kontaktverbotes zu mildern.

Besuchsregelung

  1. Wenn Sie Symptome einer Atemwegserkrankung, wie zum Beispiel Husten, oder erhöhte Temperatur, Störungen des Geruchs- oder Geschmacksempfinden haben ist der Zutritt strengstens untersagt.
  2. Die Einrichtung darf nun auch wieder von Privatpersonen betreten werden. Hierbei gilt die Pflicht des Tragens eines Mund- und Nasenschutzes.
  3. Besuche sind, wie vor Corona auch, 24 Stunden vor Besuch telefonisch mit der Einrichtung abzuklären.
  4. Jeder Besuch muss dokumentiert werden, mit Datum, Besuchszeit, Kontaktdaten, Aufklärung über Symptomfreiheit und muss laut Verordnung für 30 Tage aufbewahrt werden.
  5. Besuche finden ausschließlich in den privaten Zimmern der Bewohner, oder im Garten statt. Der Aufenthalt in Gemeinschaftsräumen ist auf ein Minimum zu beschränken und sollte nur zum “Durchgangsverkehr” genutzt werden.
  6. Nach erfolgtem Besuch sind Nutzflächen zu desinfizieren und der Raum ausreichend (mindestens 15 Minuten) zu lüften.
  7. Ansonsten fällt der Besuch nun unter die allgemeine Regelung der Zusammenkunft zu privatem Zwecke laut §2, Allgemeine Anforderungen an die Hygiene; Kontaktbeschränkungen und ist somit von der Abstandsregelung und des Kontaktverbotes befreit.

Bei Fragen können Sie sich natürlich gerne an uns wenden. Die Besuchsdokumentationsformulare werden bei Besuch ausgehändigt.